Road to the Hebrides

Auf die Hebriden zu fahren — die dünn besiedelten aber umso schöneren westlichsten Inseln Schottlands — war schon lange auf unserer Bucketlist für diese Reise. Aus den zentralen Highlands ging es daher zunächst weiter an die Westküste Schottlands. Der Straßenabschnitt zwischen Fort William und Mallaig, bekannt als Road to the Isles, ist allein schon eine Reise wert: Die Straße führt durch Fjorde, Täler und an unzähligen schönen Stränden entlang zum Meer. Während die traumhaften Strände oft menschenleer sind, ist man am an der Straße liegenden Glennfinnan Viaduct so von anderen Touristen, deren Funktionsjacken um die Wette leuchten, umgeben wie an kaum einem anderen Ort Schottlands. Der Grund: Das Viadukt kennt wohl jeder aus den Harry Potter Filmen und wenn zweimal am Tag ein Zug mit Dampflok über das Viadukt donnert tut sie das stets begleitet von ahh und Ohh Rufen der Zuschauer. Auch wir konnten uns das Spektakel nicht entgehen lassen, denn der Ort versprüht tatsächlich ein bisschen Magie und die Dampflok auf dem Viadukt vor dem Fjord ist den Besuch auf jeden Fall wert. Und die anderen Besucher — von Trainspottern bis zu Spaniern in Kleidung in der man wohl auch im Monsunregen trocken bleibt — haben uns fast genauso fasziniert.

 Von Mallaig aus bekamen wir glücklicherweise direkt einen Platz auf der Fähre nach Skye. Skye, die größte Insel der inneren Hebriden zog uns mit ihren Stränden aber vor allem den bizarren Felsformationen, Bergen und Klippen in ihren Bann. Unser erster Stopp auf der Insel war, mal wieder dank Park4night, ein Volltreffer: Direkt am Meer, umgeben von Schafen und mit den Gipfeln der Cullies, den vielleicht schönsten Bergen Großbritanniens, im Hintergrund. Und bis auf einen Mann und seinen Sohn, die dort zelteten (und denen wir am nächsten morgen noch Starthilfe gaben uns uns ein bisschen Karma verdienten) hatten wir den Spot für uns allein! Für den nächsten stand die Besichtigung der Fairy Pools, einer Reihe von natürlichen Becken in einem Gebirgsbach, an. Wir fanden die Pools wirklich schön. allerdings wurde das Erlebnis etwas durch Regen und unzählige Midges getrübt: Diese Stechmücken sind laut Reiseführer der Alptraum aller Schottlandurlauber und wir können bestätigen: 5 Minuten draußen mit Midges sind wie eine halbe Stunde in einem Zimmer voller Schnaken. Zu unserem Glück sollte es am nächsten Tag nur Sonnenschein geben, den die Midges meiden und wir lange vermisst hatten – daher nahmen wir uns vor den Tag auszunutzen und die zweite Wanderung des Urlaubs anzugehen: Den Weg hinauf von Glennbrittle zum Coire Lagan. Die Wanderung vorbei an einem Wasserfall, vielen Schafen und sogar ein paar Rehen bis hinauf zu einem Bergsee war definitiv eines unserer Skye Highlights. 

Nach zwei Nächten im nirgendwo kam uns Portree, die einzige wirkliche Siedlung auf Skye, richtig städtisch vor. Das Dörfchen besitzt einen schönen kleinen Hafen und wirklich nette Läden, in denen man gerne Souvenirs kauft. Eine willkommene Abwechslung zu den ansonsten leidet oft immergleichen Tourishops. In Portree feierten wir außerdem Floras Geburtstag gebührend mit Pancakes und dekorierten Autos. 

Unsere letzte Nacht auf Skye war nochmals wirklich spektakulär: Als Stellplatz hatten wir einen verlassenen kleinen Hafen gefunden, an dem hinter uns Klippen hinausragten und vor uns direkt das Meer lag. Als wir kurz vor Sonnenuntergang noch die Klippen bestiegen hatten wir die wolkenverhangenen Berge dahinter eine Mystik wie es sie wohl nur in Schottland gibt. Wir hoffen, die Bilder können das ein bisschen vermitteln!

Wir verließen Skye schließlich mit der Fähre Richtung Harris, und der Abschied war genauso spektakulär wie die Ankunft: Wir sahen tatsächlich Delphine, die eine Weile neben der Fähre herschwammen!

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